Freitag, 7. Februar 2014

Mama Alltag

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Es gibt Tage, die sind perfekt. Alles ist im Flow! Und dann gibt es Tage wie diesen:

07:00 Uhr: Baby putzmunter. Ich jedoch nicht. Ich hole Holztrapez, Kuscheltiere und Rasseln ins Bett und höre zu, wie Baby spielt. Ab und zu murmel ich mit geschlossenen Augen "Fein machst du das!"

07:30 Uhr: Baby schreit - es will, dass ich aufstehe.

- Ich mache mir Frühstück, Cornflakes. Will mir einen Tee kochen - Baby schreit, es will nicht alleine sein. Ich setze mich neben das Baby und esse Cornflakes.
- Nebenbei schreibe ich eine völlig unrealistische ToDo-Liste für den Tag (Neue Brei Vorräte kochen, Küche aufräumen, Katzenklos sauber machen, Bad putzen, das Wäsche-Himalaja zusammenlegen und wegräumen, da der Wäscheberg schon ab und zu umfällt und zur Tür raus kommt, zur Post gehen und Paket abholen, Handytaschen-Bestellungen nähen)

08:00 Uhr: Auf zum Wickeltisch, Baby anziehen. Auf dem Wickeltisch ist es friedlich. Ich rufe meine Mutter an. Mir ist danach mit einem Erwachsenem zu reden. Baby spielt auf Wickeltisch und spricht mit der Wärmelampe. Meine Mutter meint am Telefon immer wieder "Oh, ich höre sie. Sie ist aber lieb!" (Ja, im Moment ist sie lieb. Ich male mir aus, wie schön der Tag weiter gehen wird und träume davon, Dinge auf meiner ToDo-Liste abzuhaken.)

9:00 Uhr: Baby schreit - es ist müde und hungrig. Stillen, in der Hoffnung, dass das Baby dabei einschläft.

09:10 Uhr: Baby ist nicht eingeschlafen, sieht aber müde aus. Ich habe Hunger. Baby wird quengelig.

09:10-09:30 Uhr: Sitze mit Baby auf dem Gymnastikball. So langsam schläft es ein. Lege Baby hin. Juhu, Freizeit! Gehe in die Küche und fange an aufzuräumen.

10:00 Uhr: Baby schreit - es ist aufgewacht. Mist. Nehme Baby mit in die Küche und parke es in der Wippe. Esse schnell eine Tomate und fange an Brei zu kochen. Die Küche sieht schlimm aus.

10:30 Uhr: Baby lacht, wenn ich den Mixer betätige.Der erste Brei ist fertig.

11:00 Uhr:  Jetzt noch den Kürbis, der muss weg. Mixer öffnet sich beim Kürbisbrei mixen. Die Küche sieht noch schlimmer aus, die ganze Wand ist orange. Die Bilder an der Wand auch. Mache die Sauerei weg. Baby schreit - es ist hungrig und müde. Ich kratze schnell den Breitopf aus, damit ich wenigstens was gegessen habe.

11:20 Uhr: Brei füttern kann ich vergessen, Baby ist schon zu hungrig, es schreit beim ersten Löffel. Gebe dem Baby die Brust. Vielleicht schläft es gleich ein! Während dem Stillen, höre ich, wie die Katze in der Küche den Mixer runterwirft. Schleiche mit trinkendem Baby an der Brust in die Küche. Katze steckt mit dem Kopf im Mixer - bis zu den Messern am Boden des Behälters kommt sie nicht, dafür ist sie zu dick. Jage Katze leise weg (immerhin stille ich neben bei noch das Baby im Stehen). Stelle Mixer zur Sicherheit auf den Balkon.

11:45 Uhr: Baby ist nicht eingeschlafen. Wir spielen mit Plastikbechern, so ein Gaudi. Baby wird doch wieder hungrig. Ich füttere den kalten Brei. Warm hat er besser geschmeckt.

13:00 Uhr: Baby schläft endlich. Ich widme mich meiner ToDo-Liste. Das schlimmste zuerst, dann die schöneren Sachen. Ich beginne mit den Katzenklos.

13:30 Uhr: Jemand im Haus benutzt eine Bohrmaschine. Idiot!!!! Ich gucke, ob das Baby noch schläft. Es zappelt vor Freude und strahlt mich an. Setze mich ins Bett und nehme Baby in den Arm, es schläft wieder ein. Ich schlafe mit Baby im Arm ein.

15:00 Uhr: Wache auf, die Sonne scheint so schön. Wir müssen heute unbedingt noch raus! Baby schläft noch. Ich stehe auf. Meine ToDo-Liste wartet! Zunächst wasche ich meine Haare, ziehe den Schlafanzug aus, putze Zähne und ziehe mich an. Wenn Baby aufwacht, können wir wenigstens gleich raus!

15:30 Uhr: Ich habe immernoch Hunger. Gehe in die Küche und mache mir ein Brot. Die Küche sieht sehr schlimm aus.

16:00 Uhr: Das Baby ist wach. Juchhu, wir können raus, am besten zur Post. Ziehe das Baby an. Baby schreit - es hat Hunger. Stille das Baby.

16:30 Uhr: Wir gehen raus. Die Sonne ist weg, es ist bewölkt und stürmisch.

16:40 Uhr: Drehe auf dem halben Weg zur Post um, es ist zu kalt und stürmisch. Will heim!

16:45 Uhr: Wieder zu Hause. Baby spielt schön und brabbelt. Gott, sie ist so süß!. Ich rufe meine Mutter an, will mit einem Erwachsenem reden. Sie geht nicht ran. Ich schalte kurz den Fernseher an, will wenigstens Erwachsene Menschen sehen. Will in die Küche zum Aufräumen. Baby weint, es will nicht alleine bleiben.

17:00 Uhr: Parke das Baby in der Wippe in der Küche und räume endlich die Küche auf, bis sie nicht mehr schlimm aussieht.

17:30 Uhr: Baby wird schon wieder müde. Kann nicht sein, hat doch gerade noch geschlafen. Stille Baby, es schläft nicht ein. Trage Baby eine halbe Stunde mit der Manduca durch die Wohnung. Es schläft nicht, scheint sich aber zu erholen. Schaue ständig auf die Uhr, wann Daniel nach Hause kommt. Er hat heute Chorprobe bis 20:00 Uhr. Denke, dass ich auch gern mal wieder einer Freizeitaktivität nachgehen würde.

18:00 Uhr: Ich koche mir Nudeln und esse trockene Nudeln mit Käse. Baby sitzt dabei auf meinem Schoß, es lässt sich nicht mehr ablegen.

18:30 Uhr: Schreibe diesen Post, während das Baby halbnackt auf dem Wickeltisch liegt und mit seinen Füßen spielt. Ab und zu quengelt es. Ich würde gern einen Erwachsenen sprechen. Eigentlich müsste ich jetzt Abendbrei kochen, aber ich schreibe lieber diesen Post.

19:00 Uhr: Das Baby schreit - es hat Hunger. Kann doch nicht sein, haben doch erst vor 1,5 h gestillt. Das Baby hat sich voll gepinkelt. Ich ziehe es aus, es schreit ganz fürchterlich. An Anziehen ist nicht mehr zu denken. Ich nehme das nackige Baby, wickle es in eine Decke ein und stille es. Nackiges Baby schläft beim Stillen ein. Ich sitze mit ihm Bett und wärme die nackten Ärmchen. Nach 30 Minuten Power Napping ist es wieder fit.

19:50 Uhr: Ziehe das Baby an. Schaue dabei immer wieder auf die Uhr und freue mich, dass Daniel bald heim kommt. Ergänze meine ToDo-Liste um die Punkte "Kürbis aufwischen, Haare Waschen, Blogpost schreiben" und mache an alle drei Punkte einen Haken.

20:00 Uhr: Freue mich auf 20:15 Uhr. Meine Schule, mein Mathelehrer und Matthias Schweighöfer sind gleich bei RTL im Fernsehen. Das muss ich gucken!

20:24 Uhr: Daniel kommt heim und lobt mich für die saubere Küche :-) Er macht mir was zu Essen und nimmt Milou, während ich fernsehen gucke. Ein schöner Tag :-)  photo 2014-02-03123147_20140205085230319.jpg 

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Kommentare:

  1. Hahahaha schöne Abendlektüre ;-)
    Danke!!

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  2. ahh köstlich, ich hab so gelacht! So sind sie, die Tage mit Baby... so anstrengend, so absurd, so schön! Liebe Grüße, Johanna

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