Samstag, 25. Oktober 2014

Spielplatz Kind


In unserem Mami-Freundeskreis gibt es ganz unterschiedliche Meinungen zum Thema Spielplatz. Ich meine, dass die Mamis mit ganz unterschiedlichem Alter der Sprösslinge anfangen auf Spielplätze zu gehen. Wir haben damit sehr früh angefangen. Milou ist ein Draußen-Kind, drinnen war es ihr immer zu langweilig. Einige Freunde gingen mit ihren Kindern erst auf den Spielplatz, als sie krabbeln oder sitzen konnten. Es gibt sogar einige, die fangen erst mit ca. einem Jahr an, mit ihrem Kind auf den Spielplatz zu gehen. Da war Milou schon ein Alter Hase auf dem Spielplatz!

Mit ca. 6-7 Monaten war der Spielplatz schon ein fester Bestandteil unseres Alltags. Milou hat immer ganz gespannt andere Kinder beobachtet. Hat sie sonst im Kinderwagen nur geschimpft, lag sie neben dem Spielplatz ganz ruhig drin und hat geguckt. Ich hatte ihr die Kopflehne immer nach oben gestellt, damit sie rausgucken konnte. Das fand sie immer super. Für mich waren das immer eine angenehme Momente, in denen mal nicht ich das Baby bespaßen musste, sondern es sich von der Welt bespaßen ließ. Versteht mich nicht falsch, ich spiele gern mit ihr. Doch Milou wollte im Babyalter wirklich immer immer immer beschäftigt werden. Auch eine Mama braucht ab und zu eine Verschnaufpause.

Sobald sie sitzen konnte ging es in den Sandkasten: Einige Mamis um uns herum haben auch damit viel länger gewartet. Das Kind könnte ja dreckig werden oder Sand essen. Ersteres war mir immer egal, ich wasche sehr gerne Wäsche. Ich war am Anfang auch zögerlich, weil Milou so viel Sand gegessen hat. Dennoch probierten wir es immer wieder aus, obwohl das Sand essen lange ein Problem war. Anfangs ging der wirklich "schaufelweise" in den Mund und es machte mir wenig Spaß, ständig Sand aus Milous Mund zu pulen. Doch dann, ganz plötzlich, war diese orale Phase vorbei und sie fing an zu spielen. Heute ist sie nur noch Sand, wenn sie Hunger bekommt. Mittlerweile, mit 15 Monaten, klettert sie schon allein die große Rutsche hoch und rutscht ganz allein runter. 


Wir haben den kompletten Sommer und auch den bisherigen Herbst jeden Nachmittag nach der Kita auf dem Spielplatz verbracht. So langsam graut es mir vor dem Winter mit schlechtem Wetter, das wird eine große Umstellung für uns. In Jena ist es so schön draußen zu sein. Egal auf welchen Spielplatz man geht, überall trifft man Freunde. Die Stadt ist mit 100.000 Einwohnern nicht zu klein, durch fast 30.000 Studenten und dadurch viel Trubel fühlt es sich für mich genug wie Stadt an (ich bin ja eigentlich ein Großstadt-Kind). Dennoch ist sie klein genug, dass man sich kennt und an jeder Ecke bekannte Gesichter trifft. Als Familie fühlen wir uns hier unglaublich wohl. 
Auch heute war wieder Spielplatz-Tag, drückt die Daumen, dass uns das Wetter dieses Jahr noch viele solcher Tage beschert.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen